Zellinger Athleten profilieren sich bei den bayerischen Landesmeisterschaften  

DSCN0573Turnusgemäß fand in diesem Jahr die bayerische Meisterschaft im Rudern am 23./24. Juli wieder auf der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim bei München statt. Schon auf dem letzten Teil der Anreise am Freitagnachmittag  machte sich Verunsicherung ob des Amoklaufs im nahegelegenen (13 Minuten mit dem Auto) Einkaufszentrum in München breit.  Im Autoradio und im Internet wurden die aktuellsten Nachrichten gecheckt. Nach einer unruhigen Nacht in den Zelten konnte Entwarnung gegeben werden, die Situation war geklärt und auch die Meistershaft konnte stattfinden wenn auch mit erhöhter Polizeipräsenz.

 

Nach diesem dramatischen Beginn stand dann der Sport im Vordergrund. Der Start in den ersten Regattatag verlief unglücklich. Im Einer der 17/18-jährige verpasste Florian Müller nur um drei Zehntelsekunden den Einzug ins Finale. Und auch für Max Felderer war schon sehr bald Schluss: Eine Woche Mallorca nach bestandenem Fachabitur erwies sich als ein zu schweres Päckchen für die Leichtgewichtsgrenze bei 67,5 kg. Das erste Finale bestritt Tobias Fernholz im Masters-Einer (Mindestalter: 36). Nach gutem Start musste er seinen Gegner auf der zweiten Steckenhälte ziehen lassen und sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Im nächsten Rennen gab Julius Kracht aus Retzbach sein Debüt als Regattaruderer. Zusammen mit Robin Kosche trat er im Jungen-Zweier 13/14 Leichtgewicht (bis 55 kg) an. Die beiden bayerischen Vertreter auf dem Bundeswettbewerb waren zwar noch nicht ganz eingespielt, aber am Ende stand ein überzeugender dritter Platz in der Ergebnisliste. Der Abschluss des ersten Tages stand wieder im Zeichen der Master-Ruderer. Tobias Fernholz konnte seinen alten Freund aus Flensburg, Jan Verhoeven, dazu gewinnen, mit ihm zusammen für Zellingen zu starten. Und gleich der erste Start war äußerst erfolgreich. Zusammen mit zwei Ruderern aus Würzburg legten sie im Vierer einem Blitzstart hin und konnten ihre Führung sicher bis ins Ziel verteidigen. Erster Start, erster Sieg, erster Titel: Da hatte sich die weite Anreise aus Flensburg doch gelohnt.

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Erfreulich begann dann auch der Sonntag. Alle Ruderer überstanden die Vorrennen und durften
sich im Finale am frühen Nachmittag noch einmal im Finale präsentieren. Den Anfang machte Luisa Reußner im Einer der 15-16-Jährigen. Noch dem jüngeren Jahrgang angehörend konnte sie bei den 
Kaderruderinnen nicht ganz mithalten. Der Abstand war aber nicht zu groß und mit der Finalteilnahme war das gesteckte Ziel auch schon erreicht worden. Nachdem Jasmin Schwarz bei den 13-jährigen Mädchen in Bayern meist im Alleingang oder gegen ältere Athleten ihre Rennen bestreiten musste gab es diesmal ein volles Feld mit sechs Starterinnen. Eine Gegnerin aus Nürnberg konnte sich leicht absetzen, aber mit der Ruderin aus Waging lieferte sie sich einen heißen Kampf über die gesamte 1000m-Strecke. Im Endspurt konnte sie die größeren Reserven mobilisieren und wurde so mit dem Titel der Bayerischen Vizemeisterin belohnt. Im Junioren A Doppelzweier wollten sich Florian Müller und Max Flederer für den verkorksten Samstag rehabilitieren. Im Verlauf eines beherzten Rennens erkämpften sie sich den vierten Platz. Zum Abschluss waren gleich zwei Zellinger Ruderer in einem Rennen am Start. Im Leichtgewichts-Jungen-Einer 14 Jahre gingen Robin Kosche und Julius Kracht an den Start. Robin wurde seiner Favoritenrolle gerecht und feierte einen überlegenen und ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Doch auch Julius wusste zu überzeugen. Bei seinem ersten Einer-Start ließ er zwei Konkurrenten hinter sich und landete auf einem starken 4. Platz.

Mit den ersten beiden Titeln bei einer Landesmeisterschaft im Gepäck ging es dann auf die lange Heimreise und mit der Hoffnung, dass sie Siege ein neuer Ansporn sind. Im Herbst stehen dann noch Kurzstreckenregatten auf dem Programm, bevor es in den trainingsreichen Winter geht.

 

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