Zurückgekehrt auf die Bühne des Rudersports

DSC04151„Heute ist ein stolzer Tag für diesen Verein.“ Mit diesen Worten eröffnete Harald Schneider, stellvertretender Landrat, sein Grußwort auf der Meisterfeier des Zellinger Ruderclubs. Die Erfolge auf den Deutschen Juniorenmeisterschaften 2017 in München, im Rahmen derer sich Luisa Reußner und Robin Kosche zwei Goldmedaillen erkämpften, lösten große Euphorie im Verein aus.

 

 

Luisa Reußner startete Ende Juni in einer Renngemeinschaft in der Rennklasse „Juniorinnen-B-Doppelvierer mit Steuermann“. Souverän verteidigte das Boot über die gesamten 1500 Meter souverän seinen Vorsprung und überquerten so als erstes die Ziellinie. Auch Robin Kosche führte im Junioren-B-Doppelzweier mit Adrian Reinstädtler vom Start weg das Feld an und sicherte sich so verdient die Goldmedaille. DSC04253Beide Boote kristallisierten sich schon im Vorlauf und Halbfinale als Favoriten heraus. Harald Schneider führt hierzu weiter aus: „Nachdem über Jahre hier im Verein der Breitensport im Fokus stand, freut es mich besonders, dass die Leistungssportförderung der vergangenen Jahre so schnell Früchte trägt.“ Dies sei den Sportlern, die über Monate hinweg „knochenhart“ an sich arbeiten, dem Verein, der mit Investitionen die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen hat, und besonders dem Trainer Jürgen Fischer, „dem richtigen Mann am richtigen Fleck“, zu verdanken. Ottmar Endrich, der 1. Vorsitzende des Ruderclubs Zellingen ergänzt: „Ich freue mich, dass wir zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder derartige Erfolge feiern können und ich spüre eine Welle der Begeisterung in unserem Verein.“ 

DSC04104Neben den beiden Zellinger Athleten waren darüber hinaus auch die Bootspartner Magdalena Rabl, Charlotte Kühner, Alexandra Fill und Adrian Reinstädtler, die aus München, Bamberg und Würzburg anreisen mussten, gekommen. Mit Thomas Stamm war auch der Präsident des Bayerischen Ruderverbandes und gleichzeitig Vorsitzender des Nachbarvereins in Marktheidenfeld vertreten. Vor dem Hintergrund der herausragenden Erfolge auf den Deutschen Juniorenmeisterschafften überreichte er Luisa Reußner und Robin Kosche die Verdienstnadel des Bayerischen Ruderverbandes in Silber und fügte scherzhaft an: „Für die goldene Nadel müsstet ihr jetzt nur noch Titel bei den Europa- und Weltmeisterschaften erreichen. Doch auch das erscheint möglich.“ Werner Küffner, Vereinsmitglied und 2. Zellinger Bürgermeister, fasst die Erfolge so zusammen: „Ihr beide habt die nötige Härte an den Tag gelegt und damit euren Bugball als erste über das Ziel geschoben.“ Als Vertreter der politischen Gemeinde freue es ihn besonders, dass Zellingen auf die Bühne des Rudersports zurückgekehrt sei. „Der Name unserer Gemeinde fällt nun wieder in einer Reihe mit der Landeshauptstadt München, der Bierhauptstadt Bamberg und der Weinhauptstadt Würzburg.“

„Ohne Leistung, kein Erfolg“ – Dies ist eine der ersten Lehren, die der ehemalige Trainer Dominik Blattert, der ebenfalls an den Feierlichkeiten teilnahm, seinem Rudernachwuchs vor knapp drei Jahren, als er die Regattaabteilung wieder neu aufstellte, mit auf den Weg gab. „Ohne dich Dominik würden wir heute hier nicht stehen“, würdigte ihn Trainer Jürgen Fischer, der im Anschluss versuchte den Werdegang der beiden Athleten kurz zu umreißen, ohne dabei zu vergessen, auch Florian Müller für dessen 8. Platz in München zu gratulieren.

 

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„Einen möglichen Finaleinzug habe ich vor der Saison noch für völlig abwegig gehalten“, so Trainer Jürgen Fischer. Er ergänzt, dass er sich vor dem Hintergrund, dass Luisa Reußner im vergangenen Jahre nur wenige Erfolge feiern konnte, besonders freue, dass mit dem bayerischen Auswahlvierer eine Mannschaft gebildet wurde, die zwar physisch, wie anfangs auch technisch, der Konkurrenz unterlegen gewesen sei, trotzdem aber über sieben Rennen hinweg ungeschlagen blieb. Darüber hinaus habe sich mit Robin Kosche und Adrian Reinstädtler nach vielen Diskussionen ein Doppelzweier gebildet, der souverän über die gesamte Saison hinweg brillierte. Er ergänzt: „Wer wie ihr vor dem Finale mit einem anderen Boot kollidiert und mit verbogenem Ausleger trotzdem gewinnt, muss schon eine coole Socke sein.“

Er dankte auch den Trainern Dominik Hofmann vom Akademischen Ruderclub Würzburg, sowie Melanie Schain und Robin Storm von der Rudergesellschaft München, die die beiden Boote maßgeblich betreuten.

 

 

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